👀

Über die Initiative

Wer sind wir?

Wir alle sind ehrenamtliche Helfer*innen im Kulturzentrum GOROD - GIK e.V., München. Gemeinsam sind wir SVOЇ - eine dynamische interkulturelle Plattform, eine Gruppe progressiver, aktiver, nicht gleichgültiger, junger Menschen, welche zum Großteil selbst den Weg der Integration in die deutsche Kultur durchgemacht haben. Wir engagieren uns für die Soforthilfe der Geflüchteten, die kulturelle Integration und das Zusammenkommen von Münchner*innen und ukrainischen Familien in unserer Stadt. Warum wir? Weil wir wissen, wie es ist. Weil wir diesen Weg selbst einmal gegangen sind. Weil wir mit Deutschen und Ukrainer*innen dieselbe Sprache sprechen.

Viele von uns haben Familie, Freunde und Verwandte in der Ukraine. Gestartet wurde unsere Initiative von einer kleinen Gruppe von Freund*innen.

Mittlerweile sind wir zu einer der größten ehrenamtlichen Organisationen für die Unterstützung von ukrainischen Flüchtenden in München geworden mit mehr als 2.500 Helfer*innen, welche täglich bereit sind hier vor Ort mitzuhelfen und an einem gemeinsamen Ziel zu arbeiten – Hilfe für die ukrainische Bevölkerung zu leisten.

Was tun wir?

Unsere Aufgaben ändern sich aufgrund der sich ständig ändernden Lage regelmäßig. Zu unseren Aktivitäten gehören unter anderem:

  • Koordination der Sachspenden vor Ort: Unser Sachspenden-Lager stetig dank der großzügigen Bereitschaft der Münchner*innen und der Unterstützung der Stadt München, sowie vieler Partnerorganisationen gut bestückt.
  • Die Sachspenden werden sortiert, gepackt und hier vor Ort an bedürftige ukrainische Familien verteilt. Täglich können wir ungefähr 600 Personen mit dem Nötigsten ausstatten und ihnen die Ankunft hier in München etwas vereinfachen.

    Benötigt werden immer haltbare Lebensmittel, Tierbedarf, sowie Hygieneartikel aller Art.

  • Koordination von Sachspenden in der Ukraine: Das Team koordiniert die Lieferung und den Versand von Medikamenten, Tierfutter und sonstigen nötigen Sachspenden direkt in die relevanten Gebiete.
  • Die Prozesse werden stetig an den Bedarf in der Ukraine angepasst und Strukturen hierfür werden durchgehend angepasst. Die Spenden kommen durch unsere Koordination immer an dem für sie vorgesehenen Ort an und wir können somit zielgerichtet an der Soforthilfe arbeiten.

  • Finanzielle Unterstützung von Partnerorganisationen in der Ukraine: Durch unsere tiefgehenden und langjährigen Beziehungen zu Vereinen in der Ukraine, können wir finanzielle Hilfe direkt vor Ort des Kriegsgeschehens anbieten. Bereits haben wir einige Partnerorganisationen mit euren Spenden unterstützen und somit effektiv vor Ort helfen können. Somit konnten viele Menschen aus besonders betroffenen Gebieten evakuiert werden, Verletzte die nötige Behandlung bekommen und viele weitere Hilfsmaßnahmen direkt durchgeführt werden.
  • Empfang und Betreuung vor Ort: Wir empfangen die Menschen in München an unserem Info-Point geben ihnen alle nötigen Informationen für einen reibungslosen Start in München. Dieser hat immer zu den Öffnungszeiten der Sachspendenausgabe geöffnet und erreicht somit möglichst viele ukrainische Familien.
  • Hierfür haben wir ein Team von Dolmetscher*innen, sowie Psycholog*innen und bieten Kinderbetreuung an, damit die Eltern in der Zwischenzeit die organisatorischen Dinge klären können.

    Gegebenenfalls leiten wir die Flüchtenden an städtische Instanzen weiter und helfen ihnen bei den nötigen Formalitäten. Ebenfalls haben wir diese Website in verschiedenen Sprachen für alle erstellt, die sich zusätzlich informieren wollen und auf der Suche nach Antworten sind.

  • Beantwortung von Anfragen und Öffentlichkeitsarbeit: Wir erhalten täglich viele Anfragen per E-Mail und über unseren Instagram-Account. Das Team kümmert sich um die Beantwortung dieser Anfragen. Wir bieten Informationen über unseren Instagram-Account und sind in Kontakt mit Vertreter*innen der Presse. Des Weiteren sind zahlreiche Benefizveranstaltungen und Kooperationen in der Ausarbeitung. Der Erlös kommt der Arbeit mit den Flüchtenden zugute.
  • Organisation und Koordination: Wir bieten Informationen über unseren Instagram-Account und sind in Kontakt mit Vertreter*innen der Presse.
  • Des Weiteren sind zahlreiche Benefizveranstaltungen und Kooperationen geplant. Der Erlös kommt der Arbeit mit den Flüchtenden zugute.

  • Organisation und Koordination: Bei unserer Arbeit fallen allerlei koordinative Aufgaben an. Unser IT-Team kümmert sich um die technische Infrastruktur und die stetige Verbesserung unserer internen Prozesse. Das Finanz-Team ist für die Abwicklung der Geldspenden und Ausgaben zuständig. Außerdem versorgen wir unsere freiwilligen Helfer*innen täglich mit warmem Essen sowie Trinken und bieten ihnen psychologische Unterstützung. Des Weiteren müssen die generellen Abläufe der Initiative in unserem Verein koordiniert und geplant werden.
  • Transport von Flüchtenden nach München und Vermittlung von Unterkünften: Die ersten Wochen des Krieges haben wir den Transport von Flüchtenden nach München koordiniert und diesen Menschen auch eine Unterkunft vermittelt. Wir haben die Lage an den Grenzen stetig beobachtet und haben unsere Kontakte zu Hilfsorganisationen vor Ort erweitert. Wir haben sowohl private Fahrer*innen als auch Busse gehabt, die Menschen größtenteils von der deutsch-polnischen Grenze abgeholt und nach München gefahren haben. Diese Aufgabengebiete haben wir mittlerweile eingestellt und an die jeweiligen Instanzen weitergegeben, welche sich schon jahrelang hiermit beschäftigen.
  • Übergangsschule für ukrainische Kinder und Jugendliche: Wir haben in den letzten Wochen eine Übergangsschule für diejenigen ukrainischen Kinder eingerichtet, welche ihren Weg in die Regelschulen noch nicht gefunden haben. Hier unterrichten wir täglich vormittags die Jahrgangsstufen 1-11 und bieten auch ein warmes Mittagessen für die Kinder an. Die Lehrkräfte unserer Schule sind Dozent*innen der Karazin Universität in Charkiw, sowie pädagogische Fachkräfte, welche selbst erst vor Kurzem nach Deutschland gekommen sind. Da die Schüler*innen hoffentlich bald alle einen Platz an deutschen Regelschulen erhalten, möchten wir in Zukunft denjenigen Jugendlichen helfen, welche aus diesem System fallen. Weitere Infos hierzu folgen demnächst.
  • Integrationsprojekte und -veranstaltungen:
  • Als Basis für die zukünftige und aktuelle Integrationsarbeit halten wir uns an die Richtlinien und Handelsfelder vom BAMF (Bundesamt für Migration und Flüchtlinge). Diese nehmen sich zum Ziel Kompetenzen zu stärken und die Akzeptanz fördern.

    Das beinhaltet zum einen die Stärkung des bürgerschaftlichen Engagements, der interkulturellen Kompetenz, der Diskursfähigkeit, mitgebrachter Kompetenzen im ressourcenorientierten Ansatz, der Erziehungskompetenz von Eltern und anderen Bezugspersonen und der wechselseitigen Akzeptanz. Zum anderen beinhalten die Handelsfelder die Integration durch freizeitpädagogische Angebote.

    Uns ist es dabei sehr wichtig keine einseitige Integration durchzuführen, sondern eine offene Plattform für alle Interessierten zu werden. Wir wollen einen für alle Kulturen sicheren Ort schaffen, an dem sich alle verbunden fühlen. Wir wollen eine Welt schaffen, in welcher Weltanschauungen, Traditionen und Meinungen des anderen akzeptiert werden. Wir wollen einen Raum schaffen, in dem Ideen frei geboren werden und in dem niemand Angst haben muss, sich zu äußern. Es ist eine offene Plattform für Kreation und Kokreation. Ein Raum, in dem Menschen aus verschiedenen Ländern frei sein können, sich gegenseitig finden und eine neue Welt ohne Grenzen schaffen. Hierfür veranstalten wir diesen Sonntag bereits ein ukrainisches Osterfest für die ganze Familie mit deutschen und ukrainischen Ostertraditionen, Workshops und Musik.

    Wir arbeiten an langfristigen Kooperationen mit Kunsteinrichtungen hier in München, um Angebote für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene in die Welt zu rufen. Aktuell erarbeiten wir auch ein Patenschaftsprojekt für Familien, um intensive interkulturelle Freundschaften zu fördern und langfristige Hilfe anbieten zu können. Außerdem wollen wir ein Art-Forum/Hub für ukrainische und deutsche Kunstschaffende errichten, welches eben diesen Raum für Kreaktion und Kokreation schaffen soll.

Wie ist die aktuelle Lage?

Die Lage ändert sich täglich und wir bemühen uns, so aktuell wie möglich zu informieren. Wir sammeln hier regelmäßige Updates und Neuigkeiten über unsere Arbeit.

Bericht Stand 14. April

  • In den ersten Wochen konnten wir für ca. 1000 Familien eine Unterkunft organisieren.
  • Mehr als 75 Transporte sind bisher von der Grenze angekommen und haben Menschen nach München begleitet.
  • Neben den vielen Sachspenden sind uns zahlreiche Geldspenden zugekommen. Die Geldspenden kommen für die Beschaffung von Medizin, Lebensmitteln, Tierfutter, Bezahlung von Bussen, Fahrzeugen und Benzin sowie für andere für unsere Aktivitäten dringend notwendigen Dinge zum Einsatz.
  • Etliche Sachgüter, wie Lebensmittel, Medizin, Kleidung, Hygieneartikel und Tierfutter, werden auch heute noch direkt in die Ukraine transportiert. Hierfür bauen wir ständig unsere Systeme weiter aus und kooperieren mit den Ehrenamtlichen vor Ort.
  • Wir sind im Moment eine der größten Organisationen, die ehrenamtliche Unterstützung für ukrainische Flüchtende in München bietet und deren mittel- sowie langfristige Integration in die deutsche Gesellschaft fördert.
  • Wir erarbeiten ständig neue Integrationsprojekte und -veranstaltungen, um das Ankommen in München zu vereinfachen. Aktuell haben wir bereits ein Osterfest mit ukrainischen Traditionen auf die Beine gestellt, welches mit ca. 450 Besucher*innen ein voller Erfolg war. Weitere Events sind am Entstehen.
  • Von Tag zu Tag ändern sich unsere Aufgaben durch die Ankunft von weiteren Flüchtenden. Unsere Teams wachsen und spezialisieren sich immer weiter entsprechend der aktuellen Bedürfnisse.
  • Durch den großen Zuwachs an Freiwilligen können wir unsere internen Strukturen ausbauen und den Kontakt zu anderen Organisationen, der Politik und der Presse ausweiten.